Präses sein

Präsestagung am 3. März 2018

Eine Zusammenarbeit  von Jubla, VKP und DAMP


Präses haben in der Jubla, in der Pfadi und bei den Minis wichtige Aufgaben: Sie beraten und begleiten das Leitungsteam und tragen zu einer guten Teamkultur bei. Sie unterstützen die Leitenden darin, besondere Momente im Schar- oder Abteilungsleben bewusst zu gestalten. Ausserdem stellen Präses die Zusammenarbeit zwischen Schar oder Abteilung und Pfarrei sicher.

 

Präses haben 1000 Aufgaben ...

... und somit gibt es auch 1000 Gründe,

 

um sich an der Präsestagung vom 3. März 2018 zu treffen, auszutauschen und von vielen Inputs zu profitieren. Durch die Zusammenarbeit zwischen der Jubla, dem VKP und der DAMP haben wir die Möglichkeit, gemeinsame Themen zu teilen und voneinander zu lernen.

 

Flyer zum runterladen.

 

Ziele Präsestagung

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Inputs zu selbst gewählten Themen aus der Präses-Arbeit.

 

Die Teilnehmenden können in den Ateliers ihr eigenes Wirken vor Ort mittels Fachinputs und gegenseitigem Erfahrungsaustausch reflektieren.

 

Selbstverständlich wird auch der  gemütliche Austausch nicht zu kurz kommen.

 

Ablauf

09.00   Eintreffen bei Kaffee & Gipfeli

09.30   Begrüssung, Kurzinput

10.00   Erste Atelierrunde

11.00   Zweite Atelierrunde

12.00   Gemeinsames Mittagessen

13.30   Dritte Atelierrunde

14.30   Vierte Atelierrunde

16.00   Schlussimpuls

16.30   Schluss

 

Alle erreichen die Züge 17.00 ab Olten Bahnhof


Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2018. Für kurzfristige Abmeldungen wird ein Teil der Kurskosten verrechnet. Wir bitten, möglichst viele Ateliers anzugeben, auf die wir - sofern ein Atelier nicht durchgeführt werden kann oder bereits besetzt ist - beim Einteilen zurückgreifen können. Je nach Atelierzeit ist der Besuch von maximal vier Ateliers möglich. Die definitive Einteilung wird vor Ort bekannt gegeben.

Anmeldeformular

 

Kosten

In den Tagungskosten von CHF 120.00 sind die Handouts der besuchten Ateliers, Kaffee/Getränke und das Mittagessen inbegriffen.

Der Beitrag ist bar am Tagungstag zu bezahlen. In vielen Pfarreien werden diese Kosten als Weiterbildung vom Arbeitgeber übernommen. Du erhältst eine Quittung sowie eine Kurszertifikat.

 

Themenbereiche / Ateliers

Aus 14 themenspezifischen Ateliers, die von Praxisnahen Fachpersonen durchgeführt werden, können einzelne Themenbereiche gezielt ausgewählt und besucht werden. Gewisse Ateliers dauern 50 Minuten, andere wiederum 110 Minuten inkl. Pause.

 

1. Gestaltung motivierender Freiwilligenarbeit

Was sind nachhaltige Anreize

 

Atelierleiter: Dr. Stefan Güntert, Arbeitspsychologe und Dozent am Institut für Nonprofit- und Public Management der Fachhochschule Nordwestschweiz; er interessiert sich für Fragen der Motivation des Menschen und der Gestaltung motivierender Arbeit. 

Atelierdauer:  110 Min.   

Atelierbeschrieb: Freiwilligenarbeit und Ehrenamt definieren sich u.a. über die geringe Bedeutung monetärer Beweggründe. Nichtsdestotrotz werden finanzielle Anreize diskutiert, um die Engagement-Bereitschaft zu erhöhen. Die Forschung zur Motivation Freiwilliger hat gezeigt, dass Freiwilligentätigkeiten für die handelnden Personen eine Vielfalt an Funktionen erfüllen können, die sich nicht auf einfache Kategorien wie Altruismus oder Egoismus reduzieren lassen. Dennoch gibt es mehr oder weniger nachhaltige Beweggründe für ein freiwilliges Engagement. Vor dem Hintergrund der sog. Selbstbestimmungstheorie wird im Atelier die Frage diskutiert, durch welche Massnahmen die Motivation Freiwilliger gefördert bzw. erhalten werden kann und welche Risiken mit einer Fokussierung monetärer Anreize verbunden sind. Insbesondere sollen neue Wege erkundet werden, wie Anerkennung und Wertschätzung „ohne Nebenwirkungen“ gezeigt werden können.

 

2. Umgang mit Alkohol

 

Atelierleiterin: Barbara Imfeld, Sozialpädagogin, tätig bei Prävention und Suchttherapie Luzern, Team Prävention

Atelierdauer:  110 Min.

Atelierbeschrieb: Oft stellt sich vor dem Lager der Schar/Abteilung/Jugendgruppe die Frage, ob es für die Leitenden Alkohol geben soll. Geht es nicht einfach ohne?

Wenn nicht, was braucht es um die Kinder zu schützen? Was benötigen die Leitenden, um einen gesunden Umgang mit dem Alkohol zu finden?

Wie wirkt sich dies auf das Image der Schar/Abteilung/Jugendgruppe aus?

Mit diesen Punkten beschäftigen wir uns im Workshop:

  • Wir klären unsere eigene Haltung zu Alkohol.
  • Wir erarbeiten, wie mit den Leitenden ein Konsens zur Haltung gefunden werden kann.
  • Wir stellen uns der Frage, wo ein Regelwerk helfen kann.
  • Wir definieren, für wen welche Regeln gelten können.
  • Wir diskutieren die Wirkung / das Image der Schar/Abteilung/Jugendgruppe bei Leitenden, Kindern und Eltern.

3. Soziale Medien in Jugendverbänden

 

Atelierleiterin: Andrea Pfäffli, Jungwacht Blauring Schweiz, Bereich Marketing, Kommunikation  

Atelierdauer:  50 Min.   

Atelierbeschrieb: Soziale Medien. Geliebt und irgendwie doch verhasst, verhasst und irgendwie doch geliebt. So sind sie, unsere Sozialen Medien – Fluch und Segen zugleich. Doch was macht diese verflixten Geschichten in und rund um Soziale Medien denn eigentlich so kontrovers? Im Atelier «Soziale Medien» wagen wir einen Erklärungsversuch. Und machen dabei gleich auf die wichtigsten Punkte im Umgang mit Sozialen Medien aufmerksam. Denn ob digital-affin oder nicht; Hauptsache ist, dass du im Netz bewusst unterwegs bist! 

 

Inhalte: 

  • Soziale Medien – ein Überblick
  • Soziale Medien – Chancen und Risiken
  • Soziale Medien – (dein) persönlicher Umgang
  • Soziale Medien – Umgang im Jugendverbandsalltag
  • Soziale Medien und Werbung

 

4. Spirituelle Animation / Animation Spirituelle

 

Atelierleiter: Michael Weber (Verbandsleiter VKP) & Andreas Stalder (Bundespräses Jubla)  

Atelierdauer:  50 Min.   

Atelierbeschrieb: «… und jetzt noch was Frommes?!» So lautet der provokante Titel eines Handbuchs zur Geistlichen Verbandsleitung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. Damit ist aber sehr zutreffend die Herausforderung, mit der sich Präsides beim Gestalten von Aktivitäten konfrontiert sehen, umschrieben. Dieses Atelier stellt verschiedene Zugänge und Methoden vor, den Glauben zu leben und die Beziehung zum Spirituellen, zu Gott, zu fördern. 

 

Inhalte:

  • Spirituelle Bedürfnisse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (religiöse Prägung und verschiedene Zugänge)
  • Prinzipien der Spirituellen Animation / Methode Anispi
  • Ideensammlung Aktivitäten
  • Erfahrungsaustausch

 

5. Hosensackspiele

 

Atelierleiterin: Christina Schenker, Fachmitarbeiterin juse-so, Kirchliche Fachstelle Jugend der Römisch-katholischen Kirche des Kantons Solothurn  

Atelierdauer:  50 Min. 

Atelierbeschrieb: Es empfiehlt sich, ein paar kurze Spielideen immer im Hosensack, bzw. im Gedächtnis zu haben! Kurze Spiele können auflockern, einführen, Zeit überbrücken, beruhigen, aufwecken, zusammenführen, Eis brechen, Stimmung aufhellen, beim Kennenlernen helfen, kreativ machen, nachdenklich stimmen.

Wir wollen zusammen ein paar neue oder weniger bekannte Spiele anspielen, einiges an Hilfsmitteln anschauen und ein paar „Grundregeln“ zur Anwendung von Spielen kennenlernen.   

 

6. Jubla-/Minischar?

 

Atelierleiter: Andreas Brun, Diakon / Pastoralraumleiter  

Atelierdauer:  50 Min. 

AtelierbeschriebJede Pfarrei hat Ministranten. Die Anzahl und die Aktivitäten sind sehr unterschiedlich. Eine Minischar ist in der Jubla gut aufgehoben. Kurse, Hilfsmittel, Vernetzung, Unterstützung bei Notfällen im Lager usw. Dies sind nur einige Stichtworte. Das Atelier ist als Erfahrungsbericht und -austausch geplant. Wie können Leiterinnen und Leiter motiviert werden Kurse bei der Jubla zu besuchen? Wie können Behörden oder kirchliche Mitarbeitende von der Zusammenarbeit überzeugt werden? Was ändert sich für Verantwortliche einer Minischar?            

 

7. Engagement für asylsuchende Kinder & Jugendliche

 

Atelierleiter: Micha Amstad, langjähriger Pfadi und Student der Soziokulturellen Animation aus Emmenbrücke, Mitinitiator des Projekts Pfasyl  

Atelierdauer:  50 Min.   

Atelierbeschrieb: Als Vertreterinnen und Vertreter des Projekts Pfasyl, welches aus einer Idee zur Verknüpfung von zivilgesellschaftlichem Engagement und den vorhandenen Institutionen der Pfadi entstand, möchten wir Einblick in unser Schaffen geben und unsere Erfahrungen aufzeigen. Weiter werden wir gemeinsam auf die Suche gehen nach Potenzialen für mögliche neue Projekte oder für Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

 

8. Umgang mit auffälligem Verhalten im Kinder

- und Jugendverband

 

Atelierleiterin: Sara Würgler, ehemals Geschäftsstelle Jungwacht Blauring Schweiz, heute Schulsozialarbeiterin  

Atelierdauer:  110 Min.   

Atelierbeschrieb: Haben Kinder mit auffälligem Verhalten – oder verhaltensauffällige Kinder, wie es oft heisst – Platz im Jugendverband?

 

Eine Frage, die nicht mit ja oder nein, sondern für den Verbandsalltag individuell beantwortet werden sollte, gerade wenn es um eine diagnostizierte Verhaltensauffälligkeit geht.

 

Anhand deiner konkreten Fragen oder Fallbeispiele möchte ich auf verschiedene Situationen eingehen. Dabei leiten uns die Fragen:

 

  • Wie kann ich als Präses meine Schar/Abteilung/Jugendgruppe im konkreten Fall unterstützen?

  • Welche Fragen stelle ich meinen Leitenden, um eine Antwort zu finden?

  • Wo kriegen wir als Jugendverbandsgruppe Unterstützung, wenn wir welche brauchen?

 

9. How to go public -

zielgruppengenaue Öffentlichkeitsarbeit

 

Atelierleiter: Dominik Thali, Leiter Fachbereich Kommunikation, röm.-kath. Landeskirche des Kantons Luzern  

Atelierdauer:  50 Min.   

Atelierbeschrieb: Als Präses hast Du ein grosses Netzwerk. Nutzt Du es auch für die Öffentlichkeitsarbeit? Wie? Wenn wir unsere Partnerinnen und Partner mit der passenden Botschaft und auf dem passenden Kanal bedienen, erzielen wir die grösstmögliche Wirkung. Dieses Atelier gibt Tipps und stellt ein einfaches Hilfsmittel vor. Wir berichten von unseren eigenen Erfahrungen und geben gute Ideen weiter.

 

10. Vom Umgang mit Konflikten in der Verbandsarbeit

 

Atelierleiterin: Sandra Dietschi Sieber, Supervisorin/Coach  

Atelierdauer:  110 Min.   

Atelierbeschrieb: Verbandliche Kinder- und Jugendarbeit baut auf der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen auf und ist ein wichtiger Experimentier- und Freiraum. Sobald jedoch unterschiedliche Bedürfnisse und Motive aufeinandertreffen, entstehen Gegensätze und es können sich Konflikte formieren. Sei dies im Leitungsteam, an einem Anlass oder im Lager.

 

Ein adäquater Umgang mit Konflikten jeder Art ist darum von grosser Bedeutung. Die oder der Präses kommt darin eine grosse Verantwortung und Vermittlungsrolle zu.

 

Das Atelier befähigt die Teilnehmenden, in konfliktträchtigen Situationen handlungsfähig zu bleiben, sowie die persönliche Konfliktfähigkeit zu fördern und zu festigen. Zudem werden Methoden der Konfliktbewältigung vorgestellt und ausprobiert.

 

11. Beraten und Begleiten

 

Atelierleiter: P. Andy Givel, Pallottiner, Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit Gossau  

Atelierdauer:  50 Min.   

Atelierbeschrieb: Ansprechbar sein! Da sein! Real und online!
Die Begleitung von Jugendlichen ist sehr vielfältig. Sie kann nur punktuell oder über einen sehr langen Zeitpunkt erfolgen.

Manchmal reicht eine einfache, sachliche Antwort. Manchmal wird man regelrecht hineingezogen in sehr komplexe und herausfordernde Situationen.

 

12. Krisen und Krisenintervention

 

Atelierleitende: Thomas Boutellier (Krisenverantwortlicher Pfadibewegung Schweiz / Verbandspräses VKP) & Claudio Spescha (Krisenverantwortlicher Jubla)  

Atelierdauer:  110 Min. 

Atelierbeschrieb: Alle spielen glücklich, das Lager war ein grosser Erfolg und dann Bumm, in wenigen Sekunden ist alles was in den zwei Wochen geschehen ist vergessen und ein Unfall dominiert das Erlebte. 

Nicht nur Unfälle, auch andere Themen, wie Übergriffe innerhalb der Gruppe oder aus dem Umfeld der Kinder und Jugendlichen können das Zusammenleben stören, kompliziert bis unmöglich machen. Diese Krisen sind dann dominierend und der Präses und das Leitungsteam gefordert. Einflüsse und Hilfe von aussen sind zu berücksichtigen. Die Jugendverbände Jubla und PBS haben ein eigenes Krisenmanagement, das einiges auffangen kann und Hilfestellung bietet. Ein Grossteil der Arbeit bleibt aber Lokal.

 

13. Grenzverletzungen

 

Atelierleiter: Lucas Maissen,dipl. klinischer Heil- und Sozialpädagoge, Psychologe M.Sc.Leiter des Schlupfhuus in Zürich, ambulante und stationäre Krisenintervention für Jugendliche in Not.Ehemaliger Leiter einer Opferberatungsstelle für Jugendliche, Präventionsverantwortlicher Pfadibewegung Schweiz   

Atelierdauer:  110 Min.   

Atelierbeschrieb: Eine/Ein Präses nimmt eine wichtige Rolle in der Betreuung der Kinder- und Jugendgruppen ein. In dieser Funktion können Präses direkt mit Grenzverletzungen oder einem Verdacht darauf konfrontiert werden.

 

  • Wie kann und soll auf solche Grenzverletzungen oder einen Verdacht reagiert werden?

  • Woran erkenne ich eine Grenzverletzung?

  • Und was kann ich zu einer Kultur der Achtsamkeit beitragen?

 

Diese Fragen stehen im Zentrum des Ateliers. Ausgehend von einigen theoretischen Erkenntnissen und den konkreten Erfahrungen der Anwesenden nähern wir uns der Thematik, um gemeinsam einige Handlungsgrundsätze und Handlungsmöglichkeiten kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen.

 

14. Inklusion - eine Chance für uns und unsere Gesellschaft

 

Atelierleitende: Jonas Staub und Anja Reichenbach, Geschäftsleitung Blindspot  

Atelierdauer:  50 Min.   

Atelierbeschrieb: Die Mehrheit der Menschen mit Behinderung braucht nicht eine Sonderförderung im abgeschotteten Rahmen, sondern mehr Selbstbewusstsein und ein tolerantes, offenes und inklusionswilliges Umfeld. Kinder mit Behinderung gehen vermehrt integriert zur Schule, doch steht die Schweiz mit der Inklusions-Auseinandersetzung noch am Anfang.

 

  • Was geschieht in der Freizeit?

  • Was wird für die soziale Integration unternommen, damit ein Kind in allen Lebensbereichen inkludiert ist?

  • Welche Aspekte müssen beachtet werden, damit schlussendlich der Sprung ins Erwachsenenleben (Wohnen, Arbeit, Bildung, Sozialraum) gelingt?

  • Welche Stolpersteine sind vorhanden?

 

Ein koordiniertes Zusammenarbeiten von Akteure aus diversen Bereichen ist nötig, um die effektive Inklusion in der Schweiz voranzutreiben.

 

Blindspot hat als Schnittstelle zwischen Schule und ausserschulischen Akteuren 10-jährige Praxiserfahrung in der Inklusions-Arbeit. Im Atelier werden praxisbezogene Beispiele vorgestellt und Möglichkeiten und Chancen in der Kinder- und Jugendarbeit diskutiert.

 


Bei jedem besuchten Atelier wird ein Handout abgegeben. Die Unterlagen der nicht besuchten Ateliers stehen nach der Tagung online zur Verfügung.

 

Örtlichkeiten

Die Präsestagung findet in den Räumlichkeiten der Pfarrei St. Marien in Olten statt. Parkplätze befinden sich in den umliegenden Quartieren oder allenfalls im Parkhaus der Einkaufszentrums Sälipark. Wir empfehlen die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr.